Gesundheit: Ressourcen stärken – Probleme ernst nehmen

Gesundheit – Ressourcenorientierung in der Positiven Psychologie
Gesundheit bedeutet in der Positiven Psychologie mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Prof. Dr. Christoph Flückiger (CAS Positive Psychologie, Universität Zürich) betont: Entscheidend ist das Zusammenspiel von Ressourcen und Defiziten. Wer viele Ressourcen hat, hat weniger Probleme. Wer wenige Ressourcen hat, erlebt Schwierigkeiten intensiver.
Fokus auf das Positive – ohne Negatives zu verdrängen
Es geht darum, beides anzuschauen: problematische Beziehungen und förderliche Kontakte, belastende Faktoren und vorhandene Stärken, günstige und ungünstige Lebensbedingungen. Einseitig nur auf das Negative zu schauen, führt zu Verzerrungen. Eine ausgewogene Betrachtung ermöglicht Wachstum.
Positive Emotionen als Gesundheitsbooster
Im Hier und Jetzt zu sein und sich auf das Positive zu konzentrieren, erhöht die Lebensfreude. Flückiger regt an, regelmässig kleine Erlebnisse bewusst zu notieren – etwa, wann man heiter, unbeschwert, entspannt oder stolz war. Positive Gefühle sind nicht nur angenehm – sie fördern Kreativität, Resilienz und Offenheit.