Dankbarkeit – Königsweg zum Glück

Dankbarkeit als Schutzschirm
Dankbarkeit gehört zu den 24 positiven Charakterstärken der Positiven Psychologie. Sie lässt sich trainieren – und macht nachweislich glücklicher. In dem Moment, in dem wir dankbar sind, können wir keine negativen Gefühle empfinden. Dankbarkeit wirkt wie ein Schutzschirm gegen Stress und Belastung.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Sonja Lyubomirsky bezeichnet Dankbarkeit in ihrem Buch Glücklich sein (2018) als „Königsweg zum Glück“. Dankbar zu sein bedeutet, bewusst zu geniessen und Dinge nicht als selbstverständlich anzusehen – sei es Gesundheit, Beziehungen, eine Blume im Garten oder ein gelungenes Essen.
Staunen
Robert Emmons, einer der führenden Dankbarkeitsforscher, beschreibt Dankbarkeit als Gefühl des Staunens. In seinem Büchlein Das kleine Buch der Dankbarkeit (2018) gibt er zahlreiche praktische Ideen, wie wir Dankbarkeit kultivieren können.
Optimismus
Neuere Untersuchungen zeigen: Dankbare Menschen sind glücklicher, optimistischer und energiegeladener. Sie empfinden häufiger positive Emotionen, sind hilfsbereiter, empathischer, spiritueller und weniger materialistisch. Gleichzeitig leiden sie seltener unter Depressionen, Einsamkeit, Neid oder Nervosität.
Acht Gründe für mehr Dankbarkeit (nach Lyubomirsky, 2018)
- Sie hilft, positive Erfahrungen bewusst zu geniessen.
- Sie steigert das Selbstwertgefühl.
- Sie erleichtert den Umgang mit Stress und Trauma.
- Sie fördert moralisches Verhalten und Zufriedenheit.
- Sie stärkt Beziehungen und baut neue auf.
- Sie verhindert Neid und Vergleiche.
- Sie schliesst negative Emotionen aus (McCullough et al., 2002).
- Sie schützt vor hedonistischer Anpassung – damit die guten Dinge nicht selbstverständlich werden.
Fazit
Dankbarkeit ist mehr als ein schönes Gefühl – sie ist eine Haltung. Wer dankbar lebt, nimmt das Gute bewusster wahr, bleibt länger zufrieden und baut stärkere Beziehungen auf.